Freitag, 25. August 2017

[Rezension] "Die Gabe der Könige" von Robin Hobb

Das Copyright vom Cover liegt beim Penhaligon Verlag.
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Der sechsjährige Fitz wurde ohne Namen an der Schwelle des Königshauses abgesetzt, denn er ist ein Bastard. An ein Leben davor erinnert er sich nicht. Sein Vater ist Chivalric Weitseher, der Thronfolger, doch obwohl Fitz vom Königshaus aufgenommen wird, lernt er seinen Vater nicht kennen. Der Stallmeister zieht ihn auf, bis der König auf ihn aufmerksam wird. Ab dann steht Fitz im Dienste des Königs ohne zu wissen, was dieser wirklich von ihm erwartet und lebt ein Leben zwischen Intrigen und Gefahren.


"Die Gabe der Könige" ist nicht die erste Übersetzung der Trilogie, doch bisher habe ich nichts von der Autorin gelesen und jetzt nachdem ich das Buch beendet habe, frage ich mich wieso? Denn dieser Auftakt ist ein High-Fantasyroman, der mir wirklich gut gefallen hat.
Oft habe ich bei dem Genre starke Einstiegsschwierigkeiten, doch hier gelang mir der Einstieg in die Welt des Buches sehr leicht, was wahrscheinlich einfach daran lag, das man durchweg Fitz auf seinem Weg begleitet. Man erlebt die Welt aus der Sicht eines sechsjährigen und begleitet ihn über Jahre, sodass man nach und nach die Zusammenhänge der Welt versteht.

Auch gefiel es mir, dass der Plot komplett aus Fitz seiner Ich-Perspektive geschildert wird, was ich für das Genre wirklich ungewöhnlich finde. Allerdings hat es mich irritiert, dass am Anfang der Kapitel oft was allgemeines erklärt wird, als wenn jemand außenstehendes etwas erklärt und dann das Buch auf einmal wieder zu Fitz springt. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, fand ich das aber nicht weiter schlimm.

Der Weltenentwurf ist gelungen, aber weniger komplex als ich es zuerst erwartet hätte, was das Lesen aber wirklich einfach macht. Es stehen weniger Figuren im Vordergrund, aber dafür werden diese umso mehr in den Fokus gesetzt. Ich mochte Fitz und fand es spannend ihn bei seinem Leben zu begleiten. Er ist ein vielschichtiger Protagonist und konnte mich durchweg überzeugen.
Sowieso finde ich, dass die Figuren des Buches etwas ganz besonderes sind. 

Außerdem gibt es eine seltene Gabe, die wie Magie ist.
Das Buch ist voller Intrigen, Gefahren und spannenden Wendungen befasst sich aber auch viel mit dem zwischenmenschlichem Miteinander und Gefühlen. Mich konnte aber besonders Fitz spezielle Ausbildung fesseln, die er nur nachts erhält. Ansonsten zieht sich der Plot an manchen Stellen etwas in die Länge. Wer sich hier epische Schlachten und blutiges Gemetzel erhofft, wird im Großen und Ganzen von dem Buch enttäuscht sein, dennoch ist es auf jeden Fall empfehlenswert und irgendwie anders als vieles, was man sonst in dem Genre liest.
Es dreht sich wirklich hauptsächlich um Fitz sein Leben.

Der Schreibstil ist bildgewaltig, emotional und großartig. Ich hatte das Gefühl alles an der Seite von Fitz zu erleben und mitten drin zu sein. So flogen die Seiten, selbst bei den etwas langatmigen Passagen, beim Lesen nur so dahin.

Das Ende bietet einen klasse Showdown und ich bin froh, dass ich diese Trilogie nun doch noch für mich entdeckt habe und freue mich schon auf die Fortsetzung.
   

Ich empfand "Die Gabe der Könige" als anders als andere Werke des Genres, aber definitiv positiv anders. So bin ich froh durch die Neuauflage doch noch auf die Trilogie aufmerksam geworden zu sein und kann es jedem Fantasyfan, der ein Buch mit ganz besonderen Figuren lesen möchte, empfehlen.

 
  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um den 1. Band einer Trilogie.
  • Dieses Buch ist bereits unter dem Titel "Der Adept des Assassinen" im Bastei-Lübbe Verlag erschienen und unter dem Titel "Der Weitseher" im Heyne Verlag.
  • Eine Leseprobe dazu findet ihr hier: Klick
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